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BEAUTY Expertin: Praktische Pflege-Tipps für die gestresste Winterhaut

Praktische Pflege-Tipps für die gestresste Winterhaut.

Eisige Kälte draußen, überheizte Räume drinnen…gerade im Winter wird die Haut vielen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Dabei macht besonders die trockene Zimmerluft der Haut zu schaffen, vor allem wenn nicht regelmäßig gelüftet wird. Deshalb spannt im Winter die Haut oft stark, juckt und schuppt sich auch mal unschön. Eine entsprechende Hautpflege ist in der kalten Jahreszeit deshalb sehr wichtig. Doch wie pflegt ihr eure Haut eigentlich effizient und nachhaltig? Welche Produkte eignen sich für welche Körperpartie besonders gut? Ich habe viele nützliche Pflegetipps für euch zusammengestellt.

Das Gesicht braucht eine Extraportion Pflege!

Niedrige Temperaturen bewirken, dass die Talgdrüsen ihre Produktion zurückfahren oder bei eisigen Graden sogar ganz einstellen. Durch die fehlenden Lipide wird der Teint dann im Winter erst recht richtig trocken. Achtet deshalb auf eine sanfte Reinigung, verwendet eine sanfte, milde Reinigungslotion oder einer Reinigungsmilch. Im Anschluss daran solltet Ihr Eure Gesichtshaut gut eincremen. Bei sehr trockener Haut kann es durchaus sinnvoll sein, diese mit essenziellen Fettsäuren wie z. B. Omega-3- und -6-Fettsäuren zu versorgen. Diese Bestandteile von Fetten können teilweise nicht mehr vom Körper selbst hergestellt werden. Aber auch Vitamin B3 ist in vielen Punkten sehr wichtig für die Versorgung Eurer Haut, denn es fördert die Fettproduktion und stärkt so die Hautbarriere. Darüber hinaus hat es eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung. Gerade Allergiker und Menschen mit sehr sensibler Haut sollten sich für reizlindernde Produkte entscheiden, die frei von Konservierungs-, Duft- und Farbstoffen sind. Ich empfehlen euch die Produkte von Dermalogica oder Cetaphil für trockene oder empfindliche Haut.

Spröde Lippen richtig pflegen!

Spröde Lippen sind im Winter eine weitverbreitete Nebenwirkung der äußeren Umstände. Macht jetzt nicht den Fehler und befeuchtet die Lippen ständig mit der Zunge – wenn der Speichel verdunstet, trocknen die Lippen leider noch mehr aus. Stattdessen solltet ihr eine Lippencreme benutzen oder auch hin und wieder etwas Honig auftragen. Wem dieses alte Hausmittel nicht so gut schmeckt, der kann auf Lippenbalsam mit beruhigender Honigessenz setzen wie es sie von Burts Bees gibt. Achtet  auch darauf, dass Panthenol in der Lippenpflege enthalten ist, denn dieses fördert die Regeneration. Jojobaöl hat zudem einen nachhaltigen Pflegeeffekt und wird deshalb ebenfalls sehr gerne in Lippenpflege-Produkten eingesetzt.

Die Hände nicht vernachlässigen!

Sie sind während eines Businesstages meist dauerhaft im Einsatz und in Bewegung und werden doch oft bei der Pflege übergangen: die Hände. Zudem können ständiges Händewaschen, schreiben und diverse andere Aktivitäten die dünne Haut an den Händen stark belasten, denn hier sitzen sehr wenig Talgdrüsen und kaum Fett. Verwendet deshalb zum Händewaschen möglichst pH-neutrale Waschlotionen oder eine Handwasch-Creme mit rückfettenden Pflanzenölen und Glycerin. Zudem ist es wichtig, die Hände nach dem Waschen immer einzucremen. Auch hier empfehle ich euch die Produkte von Cethaphil aus der Apotheke. Gerade in diesen Zeiten wo wir auch ständig die Hände desinfizieren, ist die richtige Pflege wichtiger denn je.

EXTRA – TIPP: Benutzt eine intensive Pflege für die Nacht, damit sich die Hautbarriere regenerieren kann.

Pflegt Eure Kopfhaut, der Nährboden für schönes Haar!

Vielleicht kennt Ihr das auch: Im Winter reagiert die Kopfhaut durch Kälte und Heizungsluft oft sehr gereizt. Als Folge kann es zu Juckreiz und Spannungsgefühlen kommen. Gerade jetzt ist es wichtig, die Haare nicht zu heiß zu waschen und nur wenig Shampoo zu verwenden (eine haselnussgroße Menge reicht völlig aus). Besonders angenehm für die Kopfhaut sind milde Shampoos, die den natürlichen pH-Wert der Kopfhaut wiederherstellen oder die mit Panthenol versetzt sind, das reizlindernd wirkt. Wir empfehlen die Haarpflegeprodukte von Glynt. Während milde Haar-Ölkuren z. B. mit Olivenöl die Kopfhaut angenehm pflegen, solltet Ihe auf entfettende Peeling-Shampoos möglichst verzichten!
Für das morgendliche Styling gilt:
Föhnt Eure Haare nicht zu nah an der Kopfhaut, sondern möglichst mit einer Entfernung von 15 bis 20 Zentimetern. Verwendet zudem wenig Stylingprodukte und achtet drauf, das dies nicht auf die Kopfhaut gelangen. Wer komplett auf vegane Haarpflegeprodukte umsteigen möchte, dem empfehle ich die Produkte von Marc Booten. Diese sind besonders schonend zur Kopfhaut, da sie unter anderem frei von Parfümstoffen hergestellt werden.

Körpercremes sind jetzt wichtig!

Denkt daran, die Haut nach dem Duschen und Baden immer gut einzucremen. Besonders gut geeignet sind Lotionen mit starken natürlichen hauteigenen Feuchtigkeitsbindern wie Urea, da dieses dabei hilft, die Barrierefunktion der trockenen Haut wiederherzustellen und den Wasserverlust zu normalisieren.
Bedenkt außerdem, dass bestimmte Körperstellen, die im Winter immer bedeckt sind wie z. B. Ellenbogen, Knie und Schienbeine, stark zur Trockenheit neigen. Dicke Pullis, Strumpfhosen und Jeans reiben die Haut auf und verursachen dadurch die besondere Trockenheit an diesen Stellen. Nutzt hier zur Pflege besonders Öle wie Jojoba-, Mandel-, Granatapfel- oder Olivenöl. Diese Öle sind reich an Linolsäure, wie sie auch in der Haut vorkommt. Produkte mit Sheabutter pflegen die trockenen Stellen ebenfalls intensiv.

Vergeßt Eure Füße nicht!

Auch die Füße sind im Winter meist noch dicker eingepackt und brauchen deshalb besonders viel Aufmerksamkeit bei der Pflege. Gönnen Sie Ihnen deshalb immer wieder eine Extra-Portion Pflege z. B. mit einer Aufbaumaske. Auch Cremes gegen rissige Haut helfen dabei, die Füße langfristig geschmeidig zu halten. Bei besonders rauen oder sogar schon rissigen Fersen kann eine Schrunden-Creme helfen, denn diese enthält neben Urea auch reizlinderndes Allantoin und Panthenol.